Das sozialste Projekt des BDSU 2019 – DKMS Registrierungsaktion

Auf dem Frühjahrskongress in Münster wurde die Greifswalder JE Capufaktur e.V. nicht nur mit dem Award „JE des Jahres 2019“, sondern auch mit „Sozialstes Projekt 2019“ ausgezeichnet. Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr hier…

#Lebensspenderfinder

Alle 15 Minuten wird in Deutschland ein(e) Patient*in mit Blutkrebs diagnostiziert und nur jede(r) Dritte findet eine(n) Spender*in innerhalb der Familie.

Die DKMS ist die Deutsche Knochenmarkspenderdatei. Mit einer Speichelspende kann die DNA des registrierten analysiert und abgespeichert werden. Wird der genetische Zwilling zu(r)m Patienten*in gefunden, kann in den meisten Fällen eine Blutspende einem anderen Menschen das Leben retten.

Die letzte Registrierungsaktion fand in Greifswald vor mehr als 4 Jahren statt und durch einen Krankheitsfall in der Heimat wurde Elisabeth Muckel (Studentische Unternehmensberaterin bei Capufaktur e.V.) auf das Thema aufmerksam. Bei Capufaktur stieß die Projektidee sofort auf Begeisterung und schnell fand sich mit Maria, Laura, Petra und Sophia ein Projektteam.

 

 

Aber nicht nur von unserem Verein, auch von den studentischen Medien der Universität Greifswald, bekamen wir Unterstützung. Die moritz.medien waren am Veranstaltungstag mit einem Kamerateam vor Ort und drehten einen Aftermovie , zusätzlich wurde ein Online Artikel  zu der Registrierungsaktion veröffentlicht. Die Zusammenarbeit lief vollkommen problemlos und soll in Zukunft noch weiter ausgebaut werden – ein weiterer schöner Aspekt des Projekts: die Kooperation mit studentischen Initiativen!

 

Gut geplant ist halb gewonnen

Für die Planung und Durchführung einer solchen Aktion, stellt die DKMS einen Leitfaden bereit, wo einzelne Phasen und Aspekte aufgelistet sind, die in der Vorbereitung zu beachten sind.
Babette, unsere Ansprechpartnerin von der DKMS Berlin, hat uns noch weitere hilfreiche Informationen geliefert und gleichzeitig dafür gesorgt, dass wir T- Shirts für die Helfer*innen, die uns mit Begeisterung bei der Umsetzung des Projektes geholfen haben sowie Spendersets und Infomaterialien pünktlich erhalten.

Ansonsten waren wir während des gesamten Prozesses sehr frei in der Gestaltung und Entscheidungsfindung. Das Projekt bot die perfekte Spielwiese sich in Sachen Veranstaltungsorganisation und – marketing oder Sponsorenakquise zu üben. Gleichzeitig sind wir als Team und Verein noch ein Stück mehr zusammengewachsen.

Als mit dem Forum am Wirtschaftscampus der passende Raum gefunden war, brauchten wir noch weitere Helfer*innen, die uns am Veranstaltungstag unterstützen, um die Spenden durchzuführen oder den Verpflegungsstand zu betreuen. Hier konnten wir bei Capufaktur und im Freundeskreis schnell genug Leute finden. Es war beeindruckend zu sehen, mit welcher Selbstverständlichkeit und Freude unser Projekt ohne jede Frage oder Gegenleistung von so vielen Händen unterstützt wurde.

Werbung, Werbung, Werbung

Um die Registrierungsaktion optimal zu bewerben, haben wir verschiedene Kanäle genutzt.
Im ersten Schritt haben wir eine Facebook-Veranstaltung erstellt, diese wurde von diversen Seiten der Fachschaften und der Universität Greifswald geteilt. Weiter haben wir mit regelmäßigen Beiträgen für Aktivität und genug Informationen auf der Seite gesorgt.

In Absprache mit der Pressestelle der Universität Greifswald wurde ein Werbebild zur Veranstaltung auf der Homepage der Uni veröffentlicht und gleichzeitig hatten wir die Möglichkeit über den Mailverteiler der Uni eine Rundmail an alle Studierenden und universitären Mitarbeiter*innen zu senden.

Außerdem haben wir von der DKMS neben Shirts, Kugelschreibern und Schlüsselbändern auch zahlreiche Plakate und Flyer kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, die wir in der Stadt und in Universitätsgebäuden verteilt haben.

5 Minuten für ein Leben – der Veranstaltungstag

Morgens 8 Uhr traf sich das Projektteam und erste Helfer*innen am Veranstaltungsort zum Aufbau.

Tische rücken, Ballons und Plakate aufhängen, Unterlagen ordnen, Spendersets bereitlegen und die Helfer*innen einweisen stand auf dem Plan, bevor es um 10 Uhr pünktlich losgehen konnte.
In den folgenden 7 Stunden wurden fleißig Registrierungen gesammelt. An mehreren Tischen saßen Helfer*innen, die die Abstriche und das Ausfüllen der Unterlagen unterstützt haben.

Am Ende des Tages waren wir müde, aber stolz und wahnsinnig glücklich. Insgesamt konnten wir in 7 Stunden 343 potentielle Spender*innen registrieren. Wahnsinn, was mit ein paar Stunden Arbeit, Motivation und Engagement alles möglich ist!

Wenn ihr auch so eine Aktion starten wollt…

…bekommt ihr weitere Informationen unter www.dkms.de, hier könnt ihr auch ein eigenes Spenderset nach Hause bestellen und euren Beitrag im Kampf gegen den Blutkrebs leisten.

 

Also – Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein!

 


Mit dem Projekt hat die Studentische Unternehmensberatung Capufaktur e.V.  aus Greifswald den Award „Das Sozialste Projekt 2019“ des BDSU gewonnen.

Autorin: Petra Bohnet-Waldraff (Studentische Beraterin bei Capufaktur e.V. Greifswald)