Technologie im Prozessmanagement – Ein Interview mit Moritz Knopp

Im Rahmen unserer Go-Further-Kampagne hatten wir die Möglichkeit, Moritz Knopp zu interviewen. Er ist Digital Consulting Analyst bei der Celonis Academy, engagiert sich gleichzeitig in der studentischen Unternehmensberatung consult.IN und ist im BDSU tätig. Im Gespräch teilte er uns seine Erfahrungen zum Thema Process Mining mit und verriet uns sein größtes Learning des letzten Jahres.

BDSU: Mit 22 Jahren hast du bereits einen sehr ausgeprägten Lebenslauf mit vielen verschieden Interessen. Wie kam es für dich zu der Entscheidung ‚International Management‘ zu studieren?

Ich könnte jetzt groß erzählen, wie sehr mich andere Kulturen und die beinhalteten Auslandsaufenthalte angezogen haben. Aber eigentlich war ich mir noch nicht sicher, was ich machen möchte und da hat sich ein BWL ähnlicher Studiengang mit internationaler Komponente für mich sehr gut angeboten.

BDSU: Neben deinem Studium engagierst du dich in der studentischen Unternehmensberatung consult.IN in Ingolstadt. Was waren deine zwei größten Erkenntnisse aus deiner Amtszeit als zweiter Vorsitzender bei der studentischen Unternehmensberatung?

Rückblickend habe ich definitiv gelernt, wie kostbar Zeit ist und wie man diese priorisieren sollte. Darüber hinaus habe ich gelernt: Wenn man eine extra Meile geht, erntet man vielleicht nicht sofort, aber bestimmt zukünftig die Lorbeeren dafür.

BDSU: Seit April 2019 bist du nun auch Mitglied im BDSU. Hier warst du bereits Teil des Netzwerk Ressorts und bist heute Mitglied im Ressort Öffentlichkeitsarbeit. Welche Themen treibst du voran?
Moritz als motiviertes BDSU-Mitlglied.

Als ich 2019 im BDSU angefangen habe, war ich hauptsächlich für die Verbandskommunikation zuständig. Im letzten Sommer habe ich dann mit dem wunderbaren Lukas Probst das Advocacy Team aufgebaut. Wir konnten wirklich tolle Leute, wie Julia Groß, Tjark Melchert oder Vicky Wagemann ins Team holen und die ersten Schritte in der bundesweiten Politik und in den Wirtschaftsverbänden gehen. Mittlerweile schafft das Team auch ohne mich besonderes.

BDSU: Wie kam es dazu, dass du dich bei der Celonis Academy im Prozessmanagement auf die Themengebiete Process Mining und Robotic Process Automation spezialisiert hast?

Der Partner sowie die Ausgründung von consult.IN Business Consulting House GmbH & Co. KG (BCH) führt regelmäßig Schulungen und Workshops zum Themengebiet Robotic Process Automation bei uns durch. Diese Workshops geben sowohl Einblicke in die Theorie hinter der Technologie beim Prozessmanagement als auch in die praktische Anwendung. Hier wurde mein Interesse für die Themen im Prozessmanagement geweckt. Durch eine tolle Ausbildung und Betreuung bei BCH konnte ich mir ein solides Wissen dafür aneignen. Währenddessen habe ich die Celonis Academy für Process Mining durchlaufen. Als daraufhin der Bedarf am Markt nach der neuen Technologie immer größer wurde, konnte ich der Business Consulting House GmbH & Co. KG zum First-Mover Status im Beratungsmarkt in Sachen Process Mining verhelfen.

BDSU: Seit vier Monaten bist du nun „Digital Consulting Analyst“ bei Celonis. Wie sieht dein Aufgabenbereich dort konkret aus?

Moritz arbeitet bei Celonis im Prozessmanagement.Mein Team unterstützt Beratungen aus der ganzen Welt dabei Process Mining und das Celonis Execution Management System in ihre Service Lines zu integrieren sowie bei ihren Kunden anzuwenden. Außerdem bin ich verantwortlich für das Process Mining Mentorship Program, welches unsere Beratungspartner mit studentischen UnternehmensberaterInnen zusammenbringt, um gemeinsam an Kundenprojekten zu arbeiten. Celonis bietet studentischen Beratungen außerdem kostenlose Lizenzen für Kundenprojekte. Falls also jemand Lust hat, Projekte in diesem Bereich zu bearbeiten, kann die Person gerne auf mich zukommen.

BDSU: Wie kam diese Idee auf?

Celonis bietet seit längerem den Process Mining Expert Track an. In diesem Format lernen die TeilnehmerInnen, wie man Process Mining benutzt und probieren sich an ersten kleinen Projekten aus. Um dieses entstandene Wissen nicht untergehen zu lassen und dem Ressourcenmangel unserer Partner entgegenzuwirken, haben wir entschlossen, die beiden Parteien zusammen zu bringen. Hierdurch entstehen zur Zeit viele interessante Projekte.

BDSU: Worin konkret siehst du das Zukunftspotenzial in Process Mining und für wie wichtig erachtest du es, dass sich die Studierenden von heute, also die Fachkräfte von morgen, mit diesem Thema befassen?

Process Mining geht mittlerweile weit darüber hinaus, nur Prozesse zu visualisieren. Es ermöglicht es uns auch, Probleme direkt mittels Machine Learning vorherzusagen und automatisiert lösen zu können. Wer also in Zukunft im Prozessmanagement arbeiten möchte, kommt meiner Meinung nach um diese Technologie nicht mehr herum.

BDSU: Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung „Innovations in MIS“ des Professors Christian Ploder, durftest du einen Expert Talk zum Thema „Process Mining“ halten. Was war das für ein Erlebnis für dich?
Moritz bereitet sich für den Vortrag vor.

Im Sommer 2020 habe ich mich zum Process Mining Trainer ausbilden lassen. Mein Ziel dabei war es, andere Interessierte in das Thema zum Prozessmanagement einzuführen, da ich es sehr spannend finde. In diesem Zuge habe ich auch am Management Center Innsbruck (MCI) einen zweistündigen Vortrag gehalten. Beinhaltet waren die grundsätzlichen Möglichkeiten, die Process Mining bietet und wie der Markt dazu aussieht.

BDSU: Durch dein vielseitiges Engagement sieht man deine unterschiedlichen Interessen. Gibt es ein Themengebiet, für das dein Herz wirklich brennt und auf das du dich stärker fokussieren willst?

Ich bin in den letzten 18 Monaten zum richtigen Daten-Enthusiasten geworden. Mich faszinieren all die Möglichkeiten, die entstehen, wenn man die vorhanden Daten erst einmal richtig einsetzt und verwendet.

BDSU: Eine letzte Abschlussfrage haben wir noch an dich. Was war im vergangenen Jahr dein größtes Learning? Wie profitierst du davon in der Zukunft?

Mein Learning des vergangenen Jahres dreht sich wahrscheinlich um das Thema Flexibilität. Man sollte immer flexibel bleiben, weil sich so neue Chancen ergeben, durch welche man eventuell eine versteckte Leidenschaft entdeckt.

Über den Interviewee

Moritz Knopp

Moritz große Leidenschaft zur Idee der studentischen Unternehmensberatung begann vor vier Jahren in Ingolstadt. Seitdem ist sein großes Ziel dieses Konzept in Deutschland bekannter zu machen. Zu diesem Zweck ist er mit seinem damaligen Vorstandskollegen Christoph Dietrich auf den Fujitsu Partnertagen durch das ganze Land gefahren und hat allen Teilnehmenden die Vorteile von JEs erklärt. Danach engagierte er sich auch in seinem Auslandssemester vom Südkorea aus für den BDSU. Nach einem Jahr im Netzwerkressort, baute er mit seinen KollegInnen Lukas Probst, Julia Groß, Tjark Melchert und Vicky Wagemann das Advocacy-Team auf. Dieses Team, welches mittlerweile von Lukas geführt wird, hat es sich als Ziel gesetzt, Persönlichkeiten aus der Wirtschaft und der Politik als Fürsprecher zu gewinnen.
Seit Anfang des Jahres ist Moritz bei Celonis im Digital Consulting tätig und ist unter anderem für das Process Mining Mentorship Program zuständig. Hierbei versucht er studentische Beratungen mit Celonis Beratungspartnern zusammen zu bringen, um zum einem Projekte an JEs zu vermitteln und diesen dadurch das Thema Process Mining näher zu bringen, zum anderen die Idee der studentischen Beratung weiterhin groß zu machen.

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